5 Fallstricke, die Deiner Veränderung entgegenstehen

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Veränderungen sind ein fester Bestandteil unseres Lebens. Während viele Veränderungen uns leicht von der Hand gehen, sehen wir uns bei anderen (un-)bewusst mit Widerständen konfrontiert, die eine Veränderung entweder erschweren oder diese erst gar nicht in Gang setzen. Vor allem Veränderungen, die nicht durch uns initiiert wurden, können enorme Widerstände in uns auslösen. Generell gilt aber bei Widerständen: Widerstände geben uns ein Zeichen, wohin wir einmal unsere Aufmerksamkeit lenken sollten, was steckt dahinter und mit welcher Sichtweise gehst Du durch Dein Leben.

Nachfolgend werden 5 Fallstricke dargestellt, die Deiner Veränderung entgegenstehen können, wobei häufig Mischformen bestehen.

Fallstrick 1: Deine Bequemlichkeit

«Eigentlich geht es mir ja gut!» Gerade bei Veränderungen, die aus uns heraus erfolgen sollen, werden der Nutzen und die Kosten oftmals abgewogen. Zahlt es sich überhaupt aus, etwas in meinen Leben zu ändern? Hier sehen wir häufig nur die anfänglichen «Investitionskosten», um eine Veränderung überhaupt ins Rollen zu bringen:

  • Der Verlust des Alten,
  • die notwendig aufzubringende Kraft,
  • die Änderung Deiner Gewohnheiten
  • die Auswirkungen auf Dein Umfeld und
  • das Ungewohnte.

Vielleicht hast Du es Dir aber zu bequem gemacht. Du reduzierst Dich immer mehr, ohne dass es Dir zunächst auffällt, wie eine schleichende Abwärtsspirale. Hier spielen auch die anderen Fallstricke unterbewusst eine Rolle. Frage Dich daher, welchen (langfristigen) Gewinn Du aus der Veränderung ziehst und nicht was Du dafür zu Beginn an Kraft aufwenden musst.

Fallstrick 2: Deine Einstellung dem Leben gegenüber

Welche Sichtweise hast Du auf Dein Leben? Siehst Du Veränderungen als eine Chance für Deine Entwicklung oder als eine Bedrohung, die Deinen Lebensalltag durcheinanderbringen kann. Hältst Du zu sehr an den gewohnten Dingen fest und verschließt Dich dem Fluss des Lebens, brauchst Du immer mehr Kraft, um diesen Status aufrechtzuerhalten. Oftmals gilt hier: «Leiden ist leichter als lösen». Ein beliebter Veränderungsverhinderer in diesem Zusammenhang ist der Glaubenssatz: «Ich kann nicht.» Was aber in den meisten Fällen dahintersteckt ist ein «ich will nicht» oder «ich darf nicht». Hier sind wir selbst unser größter Widerstand.

Fallstrick 3: Deine Angst

Ängste sind nicht direkt greifbar und eher etwas von uns erdachtes, d.h. sie sind unkonkret. Sie erzeugen Stress, was sich in Körperreaktionen manifestieren kann. Ängste haben allerdings die Funktion, uns von negativen gemachten Erfahrungen zu trennen. Ängste dienen daher als eine Art Schutz, haben aber energetisch u.U. einen hohen Preis. Wenn Du also im Hinblick auf eine Veränderung Ängste spürst, verbergen sich dahinter immer konkrete Erfahrungen, wie z.B. Ohnmacht, Traumata, Schuld, Scham oder psychischer/physischer Schmerz oder Gewalt. Ängste zeigen Dir also einen Weg auf: «Schau mal hin, warum hast Du überhaupt solche Ängste, was steckt dahinter?» Wird die Erfahrung hinter der Angst aufgedeckt, kann diese bearbeitet werden, was sich positiv auf die angestrebte Veränderung auswirken kann.

Fallstrick 4: Verdrängung Deiner Gefühle

Bei Veränderungen besteht die Gefahr, dass wir die gefühlsmäßige Komponente überspringen. Zu schmerzhaft kann dies für uns sein. Unsere Gefühle laden uns aber gerade zu einer Reflexion ein, damit wir nicht gleich in alte Muster zurückfallen. Die gefühlsmäßige Akzeptanz hat also das stärkste Potenzial eine nachhaltige Veränderung und persönliche Entwicklung in uns zu initiieren. Leider werden Veränderungen oftmals nur auf einer rationalen Ebene betrachtet, um dann gleich in die Lösung zu gehen. Diese Abkürzung verhindert die gefühlsmäßige Aufarbeitung, wodurch Verletzungen wie Schuld, Wut, Trauer oder Frustration nicht aufgearbeitet und verarbeitet werden können. Dadurch besteht die Gefahr, dass ein altes, nicht erfolgreiches Muster weitergelebt wird. Hier spielen auch unsere Gewohnheiten eine nicht zu unterschätzende Rolle. Verändern sollen sich hier eher die anderen. Hier ist es daher wichtig, seinen Gefühlen Raum und Zeit zu geben.

Fallstrick 5: Dein Umfeld

Veränderungen in unserem Verhalten haben auch einen Einfluss auf unser Umfeld. Verändern wir uns, wird unserem Umfeld ebenfalls eine Veränderungsleistung abverlangt. Daher kann Dein Umfeld Deinen Veränderungsbestrebungen (un-)bewusst mit Widerstand gegenüber stehen oder sie versuchen sogar dies aktiv zu verhindern. Das kann neben den bereits oben genannten Fallstricken 1 und 3 noch die folgenden Gründe haben:

  • Deine Veränderung wirkt sich nachteilig auf ihre Lebenssituation aus.
  • Sie neiden Dir Deine Veränderungsbestrebungen.
  • Sie können mit Veränderungen nicht gut umgehen.

Triffst Du auf Widerstände in Deinem Umfeld, ist es wichtig zu erkennen, aus welcher Intention Dein Gegenüber handelt. Ist es (kritisches) Feedback, was Dich in Deiner Veränderung vorwärtsbringen kann oder wollen sie Deine Veränderung (un-)bewusst sabotieren. Dann stellt sich für Dich die Frage des Umgangs damit.

Abschließend gilt: Erscheint Dir die Veränderung zu «Groß», kann der Wille, diese Chance zu nutzen, gleich im Keim ersticken. Daher ist es manchmal sinnvoll für Dich zu prüfen, in welchen Schritten Deine Veränderung sinnvoll vollzogen werden kann. Viele kleine Schritte führen hier zum (langfristigen) Erfolg. Wie schnell jemand bereit ist seine Veränderung anzugehen, hängt natürlich auch vom Veränderungsdruck ab. Ist dieser gering, werden die genannten Fallstricke eher wirken.

Wenn Du wissen willst, wie Du mit diesen Fallstricken in Deinem täglichen Unternehmensalltag umgehen kannst, d.h. wie das ganz individuell auf Dich zugeschnitten aussehen kann, dann schreibe mir sehr gerne eine persönliche Nachricht. Ich melde mich dann gerne bei Dir und dann können wir darüber sprechen.

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